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Die Wippsäge – eine Kreissäge der Königsklasse

Güde Wippsäge GWS 700 HM 01714

605,00 €

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Die Wippsäge gehört nicht unbedingt zu dem Equipment eines Hausbesitzers oder Hobbyhandwerkers. Hier findet man meist eine Tischkreissäge, Stichsäge, Säbelsäge und ab und an eine Kapp- und Gehrungssäge sowie eine Band- oder Dekupiersäge. Wenn der Hausbesitzer aber einen Garten mit Bäumen besitzt, die zu groß geworden sind oder aufgrund von einem Sturmschaden gefällt werden müssen, kommen Kettensäge und Holzspalter zum Einsatz. Bei Stammstärken ab 20 Zentimetern reicht eine Kettensäge zum Brennholzschneiden nicht mehr aus. Die Kette der Motorsäge muss zwei oder drei Mal gewechselt werden, weil sie bei diesem Einsatz stumpf geworden ist. Für derartige Arbeiten wäre eine Wippkreissäge, die auf das Schneiden von Baumstämmen spezialisiert ist, die richtige Kreissäge.

Die Wippsäge – ihr Aufbau

Bekannt ist die Wippsäge auch als Wippkreissäge, Wippkreissägemaschine oder Brennholzwippsäge. Charakteristisch für diese Säge ist die rechtwinklige Anordnung der Kreissäge zum Schnittgut. Angetrieben wird das Sägeblatt meist durch einen 220-Volt-Elektromotor bis zu 600-Volt-Elektromotor. Aber auch Wippsägen mit Benzin- oder Dieselmotor werden angeboten. Traktorenbesitzer können sogar eine Wippkreissäge mit Zapfwellenantrieb erwerben. Und wer zwei Stämme gleichzeitig sägen möchte, für den gibt es noch eine Wippsäge Duo. Montiert ist die Säge starr auf dem Sägetisch. Eine Säge mit einem 230-Volt-Anschluss ist mit einem Sägeblatt der Größe von 500 bzw. 600 Millimetern und mit einem 600-Volt-Anschluss mit einem Sägeblatt mit einem Durchmesser von 700 Millimetern ausgestattet. Genormte Netzstecker ermöglichen den Betrieb überall dort, wo entsprechende Steckdosen vorhanden sind. Die eigentliche Wippe ist der vordere Teil der Maschine. Sie ist mit einem Schlitz bzw. einer Vertiefung versehen, um das laufende Sägeblatt aufnehmen zu können, wenn es durch das Holz gegangen ist. Das Sägeblatt ist mit einer Schutzvorrichtung abgedeckt. Sie wird nur angehoben, wenn die Wippe bewegt wird. Da sich das Sägeblatt im unteren Teil des Gerätes befindet, ist ein Kontakt mit dem Sägeblatt durch den Bediener nicht möglich. Ein zusätzlicher elektronischer Schalter, der über einen Nullspannungsauslöser verfügt, ist ebenfalls vorhanden. Dieser schützt das Gerät gegen Überlastung und setzt die Bremsung des Sägeblattes im Betrieb beim Abschalten. Eine moderne Wippsäge besitzt eine Absaugvorrichtung, die den Staub und die Späne während des Sägevorganges entfernt. Auch die Möglichkeit eines integrierten Förderbandes, mit dessen Hilfe die abgesägten Holzstücke auf den bereitgestellten Anhänger transportiert werden, gibt es. Mit einer Wippkreissäge mit Spalter kann man nicht nur kraftsparend sägen, sondern auch noch Zeitsparen, da das Holz auch noch gespalten wird. Für die Beweglichkeit sorgen luftbereifte Transporträder von entsprechender Größe.

 

Die Wippsäge – ihre Funktionsweise

Die Wippsäge stellt hinsichtlich ihrer Konstruktion eine Besonderheit der Kreissäge dar. In einer Schutzvorrichtung, welche sich an einem Gestell mit V- oder u-förmiger Wippe, die an beiden Seiten offen ist, befindet, ist ein rotierendes Sägeblatt enthalten. Durch langsames Heranführen der Wippe mithilfe eines Griffes an das Sägeblatt, in die jeweils nur ein Baumstamm auf der linken Seite per Hand gelegt wurde, wird dessen Schutzvorrichtung automatisch weggeklappt. Das Rotieren oder Verrutschen des Stammes verhindern die in der Wippe eingestanzten Widerhaken. Dadurch wird das Verletzungsrisiko minimiert. Der Stamm wird gegen das Sägeblatt gedrückt und zersägt. Das kürzere abgesägte Stück fällt dann auf die rechte Seite. Nachdem die Wippe gelöst ist, wird der Stamm nachgeschoben und kann wieder abgesägt werden. Die Wippsägenwelle wird entweder durch den Motor direkt oder durch Kraftübertragung mittels Keilriemen angetrieben. Um ein selbstständiges Stehenbleiben der Wippe am Sägeblatt zu verhindern, ist sie mit einer Feder ausgestattet, die die Wippe nach dem Loslassen nach hinten zieht. Bei den neueren Varianten der Sägemaschine verhindert ein elektronischer Bremsschalter mit Nullspannungsauslöser das alleinige Anspringen der Maschine nach einem Stromausfall. Durch die Höhe der Säge kann sie im Stehen bedient werden. Bücken oder unkomfortable Bewegungen erübrigen sich dadurch. Dies ist hinsichtlich der Sicherheit ein wesentlicher Vorteil. Obwohl es diverse Modellvarianten der Wippkreissäge gibt, in der Handhabung unterscheiden sie sich kaum.

 

Die Verwendung einer Wippsäge

Die Wippsäge ist, wie schon erwähnt, ideal für das Schneiden großer Mengen Brennholz und dies in einer wesentlich kürzeren Zeit als mit einer Band- oder Kettensäge. Nicht nur im professionellen Bereich, sondern auch im häuslichen Bereich hat sich die Wippkreissäge bei der Bevorratung mit Brennholz etabliert. Stammdurchmesser von bis zu 20 Zentimetern können mit einer 230-Volt-Wippsäge im Heimwerkerbereich geschnitten werden. Bei einer Profiwippsäge beträgt der maximale Stammdurchmesser 35 Zentimeter. Hierbei sollte man mindestens eine 400-Volt-Wippsäge verwenden. Grundsätzlich ist eine derartige Säge zum Sägen von Rundhölzern, aber auch für flaches Holz geeignet. Für Sägearbeiten, wie Anspitzen von Pfählen oder grobe Schreinerarbeiten ist auf eine Tischkreissäge oder der Kombination aus Tisch- und Wippsäge, einer Tischwippkreissäge, zuzugreifen.

 

Was sägt man mit einer Wippsäge?

Diese spezielle Kreissäge wird zum Schneiden von Brennholz eingesetzt. Baumstämme können nicht nur einfacher und schneller, sondern auch leichter in Stücke gesägt werden, da der Bediener in gerader Körperhaltung arbeiten kann. Mit einer solchen Säge werden Hölzer unterschiedlichen Durchmessers gesägt. Eine handelsübliche Brennholzsäge für den Heimwerkerbereich ist ohne Probleme in der Lage, Hölzer mit einem Durchmesser bis 20 Zentimeter zu trennen. Eine Wippkreissäge, die für den Profi angeboten wird, schafft ohne Weiteres 50 bis zu 100 Zentimetern. Auch Paletten und Leisten können mit einer derartigen Säge geschnitten werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass eventuelle Metallrückstände, wie Nägel und Klammern, vor dem Sägen entfernt werden, um das Sägeblatt zu schonen.

 

Kann mit einer Wippsäge alles gesägt werden?

Die Wippsäge ist eine qualitativ hochwertige Kreissäge, die konstruktionsbedingt eigens für die Zerkleinerung von Brennholz, besonders für große Mengen, eingesetzt wird. Materialien, die in dem meist mitgelieferten Handbuch der jeweiligen Maschine nicht ausdrücklich angeführt sind, sind für den Einsatz dieser Säge unzulässig. Auch Werkstoffe, die über den im Handbuch genannten Abmessungen und Durchmessern liegen, dürfen nicht mit dieser Säge bearbeitet werden.

 

Ist für die Bedienung der Wippsäge eine besondere Ausbildung erforderlich?

Die Wippkreissäge ist gemäß ihrer Konstruktion ein anwenderfreundliches und sichereres Gerät zur Aufbereitung von Brennholz. Dies trifft für Profis ebenso zu wie für Heimwerker. Ein Zertifikat über den Abschluss eines Lehrganges hinsichtlich Holzaufbereitung, wie bei den Motorkettensägen gefordert, ist hinsichtlich der Bedienung einer Wippsäge nicht notwendig. Wichtig ist jedoch, dass jeder Bediener beim Sägen Kapselgehörschutz oder Ohrstöpsel benutzt. Nicht zu vergessen ist auch der Schutz der Augen durch Tragen einer entsprechenden Sicherheitsbrille sowie der Schutz der Hände durch Sicherheitshandschuhe und Schutz der Füße durch entsprechende Sicherheitsschuhe. Informativ sei noch daraufhin gewiesen, dass der Bediener, wenn er beabsichtigt, seine Bäume im Wald mit der Kettensäge selbst zu fällen, er den Motorsägenschein benötigt.

 

Die Lagerung einer Wippsäge

Wird die Wippsäge über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, ist sie ordnungsgemäß zu lagern. Dazu ist die Maschine an einem sauberen, trockenen und frostgeschützten Ort zu verbringen. Dieser sollte für unbefugte Personen unzugänglich sein. Ein Abdecken mit einer luftdurchlässigen Plane ist anzuraten. Die Verwendung von nicht luftdurchlässigen Materialien, wie Kunststofffolie, würde die Kondensierung der Luftfeuchtigkeit und damit die Korrosion der Säge zur Folge haben. Im Freien darf die Säge nur abgedeckt bei trockenem Wetter stehen. Regnet es oder beträgt die Luftfeuchtigkeit über 90 Prozent, muss das Gerät sofort ins Trockene verbracht werden.

 

Die Wippsäge – der Lärmpegel

Aufgrund der Konstruktion der Wippsäge ist beim Sägen ein höherer Lärmpegel gegenüber den anderen Sägetypen zu verzeichnen. Da eine längere Exposition auf einem Lärmpegel über 85 Dezibel sich auf die Gesundheit schädlich auswirken kann, sind beim Sägen mit einer Brennholzsäge spezielle Lärmschutzmittel, wie Kapselgehörschutz in Form von Kopfhörern bzw. Ohrstöpseln etc., zu tragen. Durch Benutzen eines scharfen Sägeblattes kann der Lärmpegel gemindert werden.

 

Die Wippsäge – das Preis-Leistungs-Verhältnis

Je nach Ausstattung ist eine Wippsäge zwischen 300 bis 2.000 Euro auf dem Markt erhältlich. Ausschlaggebend hierfür sind die Leistung sowie der zu zertrennende Durchmesser des Holzes. Das preisgünstige Einsteigermodell zwischen 300 und 400 Euro verfügt jedoch nur über einen Sägeblattdurchmesser von 40 bis 50 Zentimetern. Die Schnitttiefe ist bei dieser Säge auch eingeschränkt. Für eine Säge mit mittelstarker Leistung muss man schon 500 bis zu 2.000 Euro je nach Ausstattung auf den Tisch legen. Kombigeräte für den Profibereich, wie Säge-Spaltautomaten für den Einmannbetrieb, können mehrere 10.000 Euro kosten.

 

Die Wippsäge – das Zubehör

Die klassische Maschine zur Brennholzverarbeitung ist zweifelsohne die Wippsäge. Zur Aufrüstung dieser Brennholzsäge steht ein breit gefächertes Angebot an Zubehör zur Verfügung. So werden Sägeblätter diverser Größen, auch Hartmetallsägeblätter und Wippsäge Zapfwellen angeboten. Aber auch Wippenverlängerungen, verstellbare Anschläge und separate Fahrgestelle sowie Förderbänder, Spaltklötze etc. sind im Handel erhältlich.

 

Die Vorteile und Nachteile einer Wippsäge

Vorteile

  • sehr schnelles Sägen von dickeren Baumstämmen,
  • relativ schwere Maschine,
  • deutlich größere Schnitttiefe als Tischkreissäge,
  • für präzises Sägen nicht geeignet,
  • Holz liegt in Ablage, dadurch kein unkontrolliertes Herumschleudern bei Verkanten,
  • ein sehr gutes Hilfsmittel zur Brennholzherstellung,
  • intuitive und einfache Bedienung,
  • Reduzierung körperliche Anstrengung,
  • gerade Haltung beim Bedienen,
  • sicherer Umgang durch diverse Schutzmaßnahmen.

Nachteile

  • relativ schwere Maschine,
  • für präzises Sägen nicht geeignet.

 

Die Wippsäge – Kaufkriterien, die man beachten sollte

Bevor man sich für den Kauf einer Wippkreissäge entscheidet, sollte man wissen, wo man diese einsetzen möchte. Soll mit ihr direkt im Wald gesägt werden, ist ein Modell mit einem Verbrennungsmotor das richtige. In diesem Fall wäre es gut, wenn die Brennholzsäge über ein Fahrgestell mit Luftbereifung verfügt. Vorteilhaft sind hierbei Räder, die einen großen Reifendurchmesser aufweisen, um die Fahrt über Waldwegen meistern zu können. Des Weiteren wäre ein korrosionsbeständiger Unterbau von Vorteil.

Wenn man aber überwiegend in der Nähe von Steckdosen die Säge betreiben möchte, dann bietet sich eine Maschine mit Wechselstrom- oder Drehstrommotor an. Auch Besitzer von Generatoren können sich für diese Varianten entscheiden.

Ein weiteres Kaufkriterium ist die Dicke der zu verarbeitenden Hölzer. Hölzer mit einem Durchmesser bis zu zwölf Zentimetern stellen für alle Modelle kein Problem dar. Sollen jedoch Hölzer mit einem Durchmesser über 15 Zentimeter abgesägt werden, so sollte man sich für eine Brennholzsäge mit Starkstrommotor bzw. mit einem Verbrennungsmotor entscheiden. Voraussetzung dafür ist ein passender Anschluss.

Auch das Sägeblatt ist beim Kauf ein nicht unbeträchtlicher Faktor. Beabsichtigt man, auch Hölzer abzulängen, die möglicherweise noch Nägel enthalten, dann sollte man sich für ein nagelfestes Sägeblatt, Hartmetallsägeblatt, entscheiden.

Nicht vergessen sollte man, sich die Leistung und die Leerlaufdrehzahl der Wippsäge anzusehen. Anhand der Aufnahmeleistung erhält man genaue Informationen über den Stromverbrauch. Über die eigentliche Motorleistung gibt die Leerlaufdrehzahl Aufschluss. Dies richtet sich nach der Größe des Sägeblattes. Bei einer Wippkreissäge sollten es 400 Volt auf mindestens fünf Kilowatt oder 5.000 Watt Leistung sein. Die Leerlaufgeschwindigkeit sollte 1.400 Umdrehungen pro Minute betragen. Wenn man sich für eine Heimwerker-Minikreissäge entscheidet, dann sind circa 2.000 Watt und 2.900 Umdrehungen in der Minute ausreichend.

Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf dieser Säge sind die Sicherheitsvorkehrungen. Die zu erwerbende Säge sollte über alle wichtigen Sicherheitsdetails, wie Not-Aus-Schalter, Nullspannungsauslöser und Sägeblattabdeckung verfügen.

Des Weiteren sollte die zu kaufende Wippsäge die CE-Kennzeichnung und das GS-Zeichen besitzen.

Nicht vergessen sollte man beim Kauf die Aushändigung eines Handbuches oder einer Bedienungsanleitung.

 

Fazit

Wenn man größere Brennholzaufkommen bewältigen muss, rentiert sich die Anschaffung einer Wippsäge. Mit dieser kann man nicht nur Scheit- und Stammholz, sondern auch rundes und flaches Holz zerkleinern. Wer Standort unabhängig arbeiten möchte, der ist mit einer Säge mit Verbrennungsmotor gut beraten. Hat man jedoch die entsprechende Steckdose oder einen Generator zur Hand, ist eine Brennholzsäge mit Elektromotor ideal. Entscheidend sind die zu bewältigenden Durchmesser des Holzes sowie die dementsprechenden Sägeblattradien. Die Lagerung der Säge sollte nur in trockenen Räumen erfolgen, um der Korrosion vorzubeugen. Eine Abdeckung mit einer luftdurchlässigen Plane ist vorteilhaft. Wippsägen, die für den Einsatz im Freien vorgesehen sind, sollten mit einem korrosionsbeständigen Unterbau versehen sein. Ein stabiles Fahrgestell ist für Sägen mit häufigem Standortwechsel unabdingbar. Dass alle Sicherheitsvorrichtungen intakt sein müssen, ist selbstverständlich. Jeder Besitzer einer solchen Säge hat keine Probleme mehr, wenn es um das Ablängen von Baumstämmen geht. Für Brennholzbenutzer ist diese Säge eigentlich unentbehrlich.